Workshop 5:


Radikalisierungsprävention bei jungen Geflüchteten


Referent: Elena Enzmann, Irmtraud Eckart, Clara Riecke

Freie Plätze: 21 (jetzt anmelden)
Sind geflüchtete Jugendliche per se radikalisierungsgefährdeter als Jugendliche, die den Großteil ihres Lebens oder schon immer in Deutschland gelebt haben? Gibt es spezielle Angebote salafistischer Akteure für diese Zielgruppe und damit verbunden besondere Attraktivitätsmomente ideologischer Ansprachen? Oder sind die Unterschiede eher gering und folglich der pädagogisch-präventive Umgang damit ein ähnlicher? Innerhalb der interaktiven Fortbildung werden diese Fragen aufgegriffen – jedoch immer im Abgleich mit und unter Bezug zur bisher primären Zielgruppe salafistischer Ansprachen. Die Inhalte der thematischen Blöcke reichen somit weit über diese, häufig im medialen Fokus stehenden, Fragen hinaus: Im ersten Teil geht es darum die Rolle von Religion und Religiositäten im Leben geflüchteter Jugendlicher zu beleuchten. Im zweiten Block wird sozialen, ökonomischen und politischen Aspekten im Kontext der Herkunftsländer sowie in Folge von Krieg, Flucht & Trauma in Hinblick auf die Lebenswelten der Jugendlichen Raum gegeben. Ein besonderer Fokus liegt dabei – wie auch bei Jugendlichen mit Migrationsgeschichte - auf Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen. Im Anschluss daran geht es um das Erkennen und Einordnen „möglicher Radikalisierungshinweise“. Dabei erarbeiten die Teilnehmenden anhand von praktischen Fallbeispielen, was hinter „radikalen“ Aussagen stecken kann sowie pädagogisch-präventive Ansätze im Umgang mit diesen herausfordernden Situationen gestaltet werden können. Dabei wird für „Fallstricke“ sensibilisiert, die unter Umständenden Zugang zu Jugendlichen erschweren und salafistischen Akteuren in die Hände spielen können. Im letzten Teil beschäftigen sich die Teilnehmenden konkret mit salafistischen Ansprachen und deren Attraktivität für junge Geflüchtete sowie der Frage, was dem im pädagogischen Kontext entgegengesetzt werden kann. Der Workshop wird gemeinsam von ufuq.de, Fachstelle zur Prävention religiös begründeter Radikalisierung in Bayern und dem Interkommunalem Präventionsnetzwerk Radikalisierung Würzburg und Unterfranken durchgeführt.